Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

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LouZipher

Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von LouZipher » 7. Juli 2017, 14:54

So, hier ist der zweite Text, von dem ich sprach - viel Spaß damit :D

Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Alle Welt träumt irgendwie von einem solchen Kontakt
Kaum einer weiß, welche Schwierigkleiten es im Vorfeld schon gibt.
Hier werden einige genannt; sicher nicht alle, aber bestimmt schon mal ein paar gravierende ...

Die Überschrift impliziert schon einiges von dem, um das es hier gehen soll. Es soll mehr die Möglichkeit durchleuchten, was eine solche Situation angeht ...


Kapitel 1 – ist da jemand ?

Die UFO-Sichtungen und der Gedanke an Außerirdische erlebten ihren Höhepunkt sicherlich ab den Ereignissen um Roswell bis in die 70er Jahre – danach schien die ganze Aufregung abzuflachen.
Kein Wunder, es gab einfach keine konkreten und beweisbaren Hinweise, und die Medien machten sich einen Spaß daraus, irgendwelche suboptimierten Trottel vor die Kamera zu zerren, welche die ganze Thematik durch die Art ihres Auftretens und Behauptungen ins lächerlich-groteske verzerrten.
Ernsthafte Forscher hatten da keine Chance, auch deshalb, weil deren Informationen weit weniger spektakulär klangen als „Ich habe ein Kind mit Arkon, dem Außerirdischen“.

Wie wahrscheinlich ist aber ein Kontakt mit Wesen von einer anderen Welt ...


Kapitel 2 – come out come out where ever you are ...

A:
Zuerst einmal beleuchten wir die technische Seite des Raumfahrzeugs.
Sicher könnte eine Rasse auf die Idee kommen, eine Art Generationenschiff zu bauen; und sind diese Wesen selbst sehr langlebig bis biologisch unsterblich, sind die Zeiträume bei Unterlicht immer noch groß, aber alles in allem vertretbar.

B:
Ja, die Lichtmauer zu durchbrechen, das wäre dann die vernünftigere Art und Weise, von A nach B zu kommen. Dazu müßte man „nur“ einen Weg finden, die Geschwindigkeit des Lichtes zu überschreiten – auch Umwege wären da zugehörig.
Einen Weg im Normalraum zu finden scheint uns dank Einstein unmöglich.
Einen Weg durch einen Subraum oder Hyperraum, DAS wäre schon ein besserer Ansatzpunkt, vorausgesetzt, unser Universum gibt die naturgesetzlichen Möglichkeiten für eine solche „Abkürzung“ her.
Sollte das nicht der Fall sein, wird schwierig; Star Trek, Star Wars, Perry Rhodan – sie alle hätten dann einen wahrhaft unmöglichen Ausweg kreiert, den es in der Wirklichkeit nicht gäbe.


Kapitel 3 – abheben, bitte !

Bleiben wir bei dem, was heute gerne angesprochen und auch versucht wurde / wird.
Kontakt – die Suche nach Funksignalen und ähnlichem – per“Funk“.

Schlichtweg: es ist eine Schnapsidee, auf eventuell zu findende Signale antworten zu wollen.

Wieso ?

Weil zu viele Voraussetzungen dazu erfüllt werden müssen, ganz einfach.

Wo anfangen ... zunächst; wollen wir also einen „Funkspruch“ empfangen, gibt es viele Parameter, die erfüllt sein müssen – viel mehr, als selbst ein Zufall rechtfertigen würde.

1. angesichts der Entfernung müßte der „Funkspruch“ zeitlich so abgeschickt worden sein, damit er HEUTE hier ankommt

2. damit einhergehend müßte dieser „Funkspruch“ in DER Technik geboren werden, die WIR jetzt gerade benutzen – eine Subraumsendung würden wir einfach nicht entdecken, alleine die Entwicklung der letzten 100 Jahre zeigen uns, wie oft sich das Medium bzw. die Trägerwelle an sich geändert hat

3. außerdem müßte man unsere Logik erfassen und gar erst kennen, um folgerichtige Signale produzieren zu können; würde man dort draußen die Beispiele der ersten TV-Sendungen als Vorlage benutzen, wäre dies schon das Aus; weder die Übertragungstechnik noch die Frequenzen werden heute genutzt – ALLERDINGS gibt es auch Möglichkeiten, eine „universelle Sprache“ zu benutzen; wie es schon getan wurde, um uns wenigstens anderen mitzteilen – Zeichen, Bilder, Mathematik, Logik ... was aber auch nicht der 100%ige Schuß der Weisheit sein kann ...

4. ach ja, und damit wir was empfangen könnten, müßte dieser „Funkspruch“ GENAU auf uns gerichtet sein, was bei Entfernungen von zig bis Hunderte von Lichtjahren doch eher unwahrscheinlich ist, selbst wenn beide Orte als universeller Standpunkt absolut still stehen würden

5. im hypothetischen Fall einer zeitlosen Übertragung und des möglichen Empfangs einer solchen Sendung – beide Zivilisationen müßten auf der gleichen, der exakt gleichen Stufe der Technik stehen, damit eine Kommunikation gewährt sein könnte – bei mehreren Millionen bis Milliarden Jahren Entwicklungsgeschichte da einen Zeitraum von wenigen Jahrzehnten zu „bereisen“ – so gut wie unmöglich

6. zudem müßte die Logik und die technische Konsequenz daraus kompatibel sein

Zusammengefaßt: man müßte auf einen Partner treffen, der technisch, zeitlich, im zeitlichen Versatz, in der Logik und in den Koordinaten so genau zu uns paßt, daß sechs Sechser im Lotto hintereinander wahrscheinlicher klingen als das.
Außerdem muß der Andere, wenn all dies zuträfe, auch WOLLEN !

Und, quasi als Punkt 7, uns als Leben etc. erkennen können.


Kapitel 4 – halloooooo ...

Ja, hallo ... ist da jemand ?
Nun, in der heutigen Zeit gibt es immer noch Menschen – zu einem signifikant hohen Anteil ! – die glauben, daß die Sonne um die Erde kreist, daß die Erde eine Scheibe ist und derlei Dinge mehr.
Ignoranz ist ein Hemmschuh für Entwicklung.
Aber wenn man sich mal die Mühe macht, in den Himmel zu schauen, was sieht man da?
Je nach Standort nicht viel.
Aber man kann, in einer klaren Nacht, mehrere tausend Sterne sehen – oder genauer: Lichtpunkte am Himmel.
Science-Fiction-Filme zeigen ein All, wie es zumeist doch richtig ist; viele viele Lichtpunkte im Schwarz der ewigen Nacht. Und wer sich Hubble-Bilder anschaut oder sogar eine Karte des Universums sieht, der KANN einfach nicht ernsthaft glauben, daß wir die Einzigen sind.
Das wäre nicht nur ignorant, sondern einfach nur strohdoof – ein Beweis dafür, daß IQ-Punkte im Minusbereich doch möglich scheinen.
Ok ok, das mag etwas zynisch gewesen sein ...

Vielleicht hat das Universum das Pech, keine Reisen in Überlicht zu gestatten, aber ganz bestimmt strotzt es vor Leben da draußen, und Star Trek, Star Wars, Perry Rhodan und alle anderen zeigen uns einen Bruchteil dessen, was möglich sein kann.

Und wenn eines Tages jemand kommt – dann haben wir schlicht unglaubliches Glück gehabt, denn in den Weiten des Alls aufeinander zu treffen, ist doch sehr unwahrscheinlich.

Glück – naja, es sei denn, die Besucher wären gerade auf Beutezug ....


Nachtrag: machen wir ein Gedankenspiel ...

Wir konstruieren einen Planeten, um die voran gegangenen Punkte noch einmal hervor zu heben.

Dieser Planet wird durch eine Mauer halbiert. Praktisch wie einst die BRD von der DDR getrennt war.
Damit entziehe ich dem Faktor „Kontakt – fast unmöglich“ einige Eckpfeiler; es sind keine Entfernungen mehr zu berücksichtigen, die Lichtmauer ist uninteressant, und auch zeitliche Verzögerungen – eben durch große Entfernungen – fallen weg.

Der zusätzlichen Einfachheit halber sind beide Hälften, was die naturgegebenen Bedingungen betrifft, gleich.

Auf jeder Hälfte entwickelt sich eine intelligente Rasse – A + B.
Originell, nicht wahr ?

Dennoch tritt der Faktor Zeit auf den Plan; denn nun muß, um einen Kontakt zu sichern, immer noch eine Reihe Parameter übereinstimmen.

- beide Rassen, A+B, müssen evolutionär wie auch entwicklungstechnisch auf einer Stufe stehen
- daraus folgt auch; das Logikverständnis muß ähnlich sein
- aus beidem folgt, daß die Techniken auch verwandt sein müssen, denn sonst würde der eine den Kontaktversuch des anderen gar nicht wahrnehmen können – höchstens als Störung

Dies berücksichtigt nicht, daß eine Rasse ein „abstrakte“ Lebensform darstellt, die eventuell von der anderen Rasse als solche gar nicht erkannt wird.
Wäre A eine Rasse von Walen und B eine Rasse von Bakterien, würden beide den jeweils anderen nicht erkennen.
Die angewandten Techniken würden sich stark unterscheiden, und dann müßten sich beide im gleichen technischen Zeitrahmen befinden.

Man sieht: da draußen jemanden zu finden, ist um ein Vielfaches schwerer als angenommen .

Noch etwas – Intelligenzen verstehen können; vom wollen mal abgesehen.

Ich selbst, also der Autor, war immer umgeben von Hunden. Ich bin mit Hunden aufgewachsen; ich wurde 1962 geboren – das mal als Hinweis auf den Wissensstand in Bezug auf Hunde, der sich bis heute, nicht zuletzt bis auf Fachleute wie Martin Rütter, extrem geändert hat.

In den nächsten zwei Absätzen sollten wir eines immer im Hinterkopf behalten: wir, Menschen und Hunde und alles, was da auf der Erde lebt, entstanden aus dem gleichen Urbakterium, sind also, um wieviele Ecken auch immer, miteinander – verwandt.
Wir hatten Boxer, mehrere, die Schimpansen unter den Hunden. Ein Vergleich, der dank neuerer Erkenntnise auch schon lange nicht mehr stimmt. Und heute bin ich zu der Erkenntnis gelangt – je länger ich mit Hunden lebte, umso weniger, in Relation zu der gemeinsamen Zeit, habe ich sie verstanden – was ich aber erst in der heutigen Zeit erkannt habe.
Beispiel 1: der Hund macht was richtig. Wir freuen uns, der Hund wird gelobt und/oder bekommt ein Leckerli.
Beispiel 2: der Hund hat was vom Tisch gestohlen, und am Gesicht erkennt man deutlich: er weiß, daß er was „böses“ angestellt hat.
An B1 erkennen wir eine Gemeinsamkeit.
An B2 gibt es keine!
Richtig, nach heutigen Maßstäben, wäre es, den Hund zu ignorieren; das trifft ihn weit mehr, als das, was die meisten tun und früher getan haben. Früher hat man mit ihm geschimpft, geschrien, oder ihm eine Tracht Prügel zukommen lassen.
Und liegt was am nächsten Tag auf dem Tisch – stiehlt er es wieder, obwohl er weiß, was dann kommt!
Und tatsächlich ist da der Bewegpunkt: was man hat, hat man.
Wir, ich auch, konnten das nie verstehen.

Im TV gab es mal eine oder zwei Sendungen zum Thema: Wer ist schlauer: Hund oder Katze. Es wurden 10 Probleme erstellt, die Hund und Katze wenige Male auf die gleiche Art lösten, meistens aber standen Hund ODER Katze auf dem Schlauch.
Unterm Strich gab es ein Unentschieden. Hund und Katze haben, trotz irgendwann gemeinsamer Vorfahren, unterschiedliche Entwicklungen durchgemacht, die nicht nur die Körper, sondern auch die Intelligenz formten.

So, extrapolieren wir das auf intelligentere Tiere, wie z.B. Delphine oder Wale, stolpern wir nicht nur in unseren Verständnis dieser Intelligenzen – sondern fliegen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Schnauze.
Was wir zu wissen GLAUBEN, ist nicht Verstandnis der Intelligenz, sondern nur Ansammlungen empirischer Daten durch Beobachtungen.

WENN wir also unsere nächsten Verwandten nicht VERSTEHEN können – wie sollten wir Außerirdische auch nur ansatzweise verstehen, um halbwegs vernünftig mit ihnen kommunizieren zu können? In der SF findet man immer einen Weg – in der Realität sehe ich das kaum.

Tja, so sieht’s aus – scheinbar.



Da dies auch Work für mein Buch ist:

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Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von Janey » 7. Juli 2017, 19:16

Hui. :) Das ist genau mein Thema. Danke! *lesezeichengesetzt* Lese ich später und meld mich dazu. :) Wünsche einen guten Start ins Wochenende! :) Bis bald.

LLAP

LouZipher

Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von LouZipher » 8. Juli 2017, 11:14

Ich bin gespannt - und: dito.

Ich sah vor kurzem Contact. Da kam ja das SETI-Projekt zur Sprache; angesichts der Notwendigkeit sehr vieler passender Parameter sehe ich das als nett gemeinte Totgeburt ....

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Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von Ducky » 8. Juli 2017, 12:20

Da hast u ja einiges an Argumenten vorgelegt. Muss mal in Ruhe drüber nachdenken, dann schreibe ich was dazu.
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Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von Ronon » 8. Juli 2017, 14:05

Ist ein schwieriges Thema zu dem es mehrere Ansichten gibt und nicht nur eine. :?:
Ronon: Einsatzbericht: Michael hat Atlantis überfallen, wollte die Stadt in die Luft jagen, haben ihn aufgehalten. Ende des Berichts.

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Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von Janey » 10. Juli 2017, 15:59

Den Film Arrival fand ich Anfang des Jahres einfach nur klasse. Es führt den Film Contact fort. Und da steht Kommunikation mit Zeichen sehr im Vordergrund. Falls ihr den Film noch nicht kennt: Empfehlenswert.

Leider konnte ich mich noch nicht genauer mit dem Thread beschäftigen. Diese Woche ist echt stressig. Aber ich meld mich noch dazu. Hab's nicht vergessen :) LG!

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Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von Janey » 19. Juli 2017, 19:41

Interessante Work in Progress. Danke fürs Teilen, LouZipher. Du gehst ja jetzt eher von "realer Kommunikation" mit Fremden aus. Nicht so sehr, wie es in der SciFi gelöst wird. Ich stimme zu.... Da gibt es ganz schön viele "IFs" in Deiner Argumentation. Wenn der Andere auch ähnlich intellektuell ist, andere Sprachen und Kulturen verstehen mag/kann und bereit ist, in Kontakt zu treten, dann könnte es funktionieren...

Wenn wirklich Kommunikation gewollt ist, wird es wie bei "Darmok" (TNG-Episode) auch irgendwie möglich sein. Mit Händen und Füßen, mit einem interkulturellen Verständnis. Aber wer weiß, ob wir jemals so etwas erleben dürfen... Da bleibt der Film "Contact" oder der Film "Arrival" ja doch futuristisch.... Was wäre wenn? Und ist es technisch überhaupt möglich?

Macht ist ja ein Problem... Missverständnisse zudem auch..... Äußerungen oder Gesten, die gern missverstanden werden können.... Dann die Idee des Besitzes und das Erlangen von Kontrolle über jemanden... Nicht umsonst kreisen Filme wie "Alien" um die Eroberung der menschlichen Spezies.... Oder in "War of the World" die Einnahme des Planeten....

Ich denke, es gibt Leben da draußen... Nur wie weit sind fremde Wesen entwickelt? Ist es für sie überhaupt machbar, mit uns in Kontakt zu treten oder uns zu besuchen ? Wirklich viele "IFs".... Aber das ist es wert, sich darüber Gedanken zu machen...

Gruß!

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connam
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Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von connam » 19. Juli 2017, 21:52

Ehrlich gesagt gehöre ich zu denen, die nicht glauben, dass es da draußen Leben gibt. Dass sich hier auf der Erde welches entwickelt hat, ist doch einer so außergewöhnlichen und meiner Meinung nach auch so unwahrscheinlichen Kombination von Faktoren (der Position der Erde im Sternensystem, ihrer Größe und der daraus resultierenden Schwerkraft, durch die sich eine Atmosphäre bilden konnte, dem Vorkommen von ganz bestimmten Elementen, etc.) zu verdanken, dass ich es für unmöglich halte.
Die Existenz von Wasser gilt doch bisher generell als Voraussetzung für die Existenz von Leben, oder?
Ich hab‘ mal ein bisschen recherchiert:
• Auf dem Mars konnte anscheinend zwar in der Nähe der Pole Wasser in Form von Eis nachgewiesen werden, aber man hat trotzdem weder Biomoleküle noch andere Anzeichen von Leben gefunden, und das obwohl auf der Erde unter „marsähnlichen“ Umweltbedingungen bakterielles Leben existiert.
• Der Jupitermond Europa hat einen Eispanzer sowie freien Sauerstoff in der Atmosphäre, aber es wurden auch dort noch keine Spuren von Leben gefunden.
• Und auf dem Saturnmond Enceladus gibt es reichlich CO2 und Wasserstoff und sogar möglicherweise hydrothermale Quellen, aber es fanden sich bisher trotzdem (noch) keine Biomoleküle. Ich weiß, dass Hydrothermalquellen in der Tiefsee die Orte sein könnten, an denen auf der Erde vor Milliarden von Jahren erstmals Leben entstanden sein könnte. In der irdischen Tiefsee verwenden Mikroorganismen den Wasserstoff, um aus Kohlendioxid Methan herzustellen. Dabei wird der vorhandene Wasserstoff schnell verbraucht, und die Tatsache, dass sich Wasserstoff in den Fontänen des Monds nachweisen lässt, deutet für mich darauf hin, dass dieser Umwandlungsprozess in dem verborgenen Ozean eben nicht stattfindet.
Obwohl also intensiv geforscht wurde/wird und Planeten mit möglicherweise lebensfreundlicher Umgebung entdeckt wurden, hat man doch bisher keine Anzeichen für außerirdisches Leben gefunden, und ich glaube einfach nicht, dass allein die Menge an leuchtenden Punkten da draußen ausreicht, um zu garantieren, dass es welches gibt.
Aber wer weiß, vielleicht suchen wir ja einfach nach den falschen Hinweisen... Dank dieses Threads werde ich das Thema auf jeden Fall intensiver verfolgen :) .

@LouZipher: Ich hoffe, Du ziehst Dich nicht komplett aus dem Forum zurück. Wäre schade.
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Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von LeilaKalomi » 20. Juli 2017, 06:50

Wir haben am Universum doch erst nur "angekratzt", nicht mal unser Sonnensystem untersucht. An die Millionen anderen gar nicht zu denken. Außerdem könnte Leben auch aus ganz anderen Elementen bestehen, aber ob wir mit denen kommunizieren könnten ist fraglich.

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Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von LouZipher » 20. Juli 2017, 10:27

Thx, connam, dein Post hat mich zu sehr gereizt, ergo :)

Du glaubst also nicht daran, ok.
Wissenschaftler definieren Leben ja etwas anders als wir; für die sind schon bestimmte Molekülgruppen ein Hinweis darauf. Und die hat man, nebst Wasser, sogar (angeblich) im freien Raum relativ häufig gefunden.

Europa; daß man ob unserer doch beschränkten Möglichkeiten nichts gefunden hat, ist kein Beweis für irgendwas.

Und dann gibt es noch die tollen Hochrechnungen, die besagen, daß es alleine in der Milchstraße ca. 10 Millionen Planeten geben soll, wo Leben möglich wäre. Und selbst 1 % an Leben, daß in Flora und Fauna gipfeln, wären da noch viel.

Du glaubst es nicht, ok, deine Meinung, akzeptiert.
Ich glaube es, weil Leben nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gar nicht soooo empfindlich ist, daß es keine Chance hätte.
Aber wirklich WISSEN und erleben, siehe oben, daran glaube ich nicht.

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Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von Janey » 20. Juli 2017, 13:56

:occasion14: :wav: :hello: Huhuu. :)

Interessante Diskussion. :D Ist auch ein spannendes Thema. ;)

Es sollen ja so viele erdähnliche Planeten existieren.... Da muss doch mal ein 6er im Lotto dabei sein. :D

LouZipher

Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von LouZipher » 20. Juli 2017, 18:44

Eben drum !

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Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von connam » 22. Juli 2017, 22:32

LouZipher hat geschrieben:
20. Juli 2017, 10:27

Ich glaube es, weil Leben nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gar nicht soooo empfindlich ist, daß es keine Chance hätte.
Aber wirklich WISSEN und erleben, siehe oben, daran glaube ich nicht.
Okay, zumindest auf Letzteres können wir uns einigen :D .

Warten wir doch mal, welche Erkenntnisse uns das James-Webb-Teleskop bringen wird, das im Herbst 2018 ins All fliegen soll. Es soll u.a. die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Planetensystemen messen und so erforschen, ob dort Leben möglich ist. Das Ding ist ein Infrarot-Teleskop und wird in 1,5 Millionen Kilometer Entfernung zur Erde beim Lagrange-Punkt 2 seinen Orbit einnehmen (genauso wie schon WMAP, Herschel und Planck vor ihm). IR-Teleskope erlauben nämlich einen Blick auf Regionen im Universum, die uns im sichtbaren Spektrum verborgen bleiben. Es bleibt also spannend....
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Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von connam » 19. August 2017, 21:51

Ich habe gerade einen Artikel auf spektrum.de gelesen, in dem es um die "habitable Zone" ging, die sich unseres Wissens ja auf einen bestimmten Bereich um eine Sonne beschränkt; ist ein Planet zu dicht dran oder zu weit von seiner Sonne entfernt, ist es entweder zu heiß oder zu kalt für Leben. Offensichtlich ist diese Auffassung überholt, da man auch auf der Erde mittlerweile in sehr unwirtlichen Gebieten Mikroorganismen gefunden hat.

Fazit des Artikels:

Die habitable Zone ist überholt
Aus Sicht mancher Forscher hat sich spätestens mit dem Fund der Enceladus-Geysire das Konzept der habitablen Zone erübrigt. Schließlich legen sie nahe, dass die Bausteine des Lebens fast überall zusammenkommen können: nahe einer heißen venusartigen Umlaufbahn, in den kalten Gefilden von Gasriesen wie dem Saturn und auf exotischen Supererden mit dichten Wasserstoffatmosphären. Bis Forscher erste außerirdische Mikroben gefunden haben, ist zwar immer noch der pessimistischste Schluss denkbar: Das Leben auf der Erde könnte seine Existenz einem extrem seltenen – oder sogar einmaligen – Zufall verdanken. Doch je häufiger Astronomen auf lebensfreundliche Bedingungen an immer noch ungewohnten Orten treffen, umso mehr Argumente sprechen dagegen.
Quelle: http://www.spektrum.de/news/abschied-vo ... ne/1487205
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Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von LouZipher » 20. August 2017, 13:25

Enceladus, hm, naja, ok. Interessanter finde ich Europa - da könnte wirklich was gehen.
Artikel lese ich noch durch.

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Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von Smiley » 28. September 2017, 20:27

War ja jetzt schon ein paar Tage ruhig in diesem Thread:
Vielleicht haben wir bisher noch kein ausserirdisches "Leben" gefunden, weil wir es nicht sehen können?
Wie oft haben wir in der Sciencefiction Tarntechnologien eingesetzt?!
Oder was ist, wenn wir dran vorbei geguckt haben?- siehe die Folge TNG, in der die Enterprise in einem 2 Dimensionalen Schwarm feststeckte?!
Oder was ist, wenn die "nächst besten" Ausserirdischen Nachbarn sowas wie Q`s sind?-Und alles um uns herum "wegräumen" um zu sehen wann wir aufgeben?
Oder wie bei Stargate, -Gasförmig? Würden wir sie sehen UND als Lebensformen erkennen?

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Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von Janey » 28. September 2017, 21:11

Ja. Wer weiß schon, wie Aliens ticken und welche Fähigkeiten sie haben. Oder welche Technologien... Hoffen wir nur, dass sie nicht wie Klingonen sind. :D Oder die Aliens aus ID4, sondern friedlich gesinnt wie in CONTACT. :D

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Re: Über den Kontakt mit außerirdischen Lebensformen

Beitrag von Janey » 18. Januar 2018, 18:11

Ich frag mich, wann wir mal endlich so ein Signal von Außerirdischen erhalten. ;)
Conbase - the place to be. :hello:

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