Es war wieder einmal ein ganz wunderbares Wochenende, das ich im Kreis von alten und neuen Freunden, interessanten Stargästen und Vortragenden, Autoren, etc. verbringen durfte. Dass mein vorab mühevoll erstellter Zeitplan natürlich wieder mal nicht so funktioniert hat, ist ja mittlerweile schon Tradition geworden und ich muss nur noch drüber lachen. Ich erstelle meinen Plan, verfolge jedes Programmupdate und bessere nach und am Sonntag am Abend beim Einpacken stelle ich fest, dass ich - wie immer - alles improvisiert habe. Hahaha. Klassiker.
Der Check In am Donnerstag war super, ging eigentlich alles doch recht schnell. Sehr nett fand ich die Münze, die jeder bekommen hat. Eine schöne Erinnerung an das 60-Jahre Jubiläum.
Warum das System mit den vorab gekauften Tickets so ist, wie es ist, werde ich wahrscheinlich nicht durchschauen. Ich kaufe Fotos und Autogramme online. Bekomme ein Ticket mit Code. Muss aber trotzdem alles umtauschen. Warum kann dies nicht direkt mit dem Code bei der Fotoschlange eingescannt werden? Oder bei den Autogrammen? Also stelle ich mich zum Umtauschen an. Aber das eine geht nur am Infostand, das andere nur an der Anmeldung. Also zwei Mal anstellen. Und der Schein fürs Meet&Greet musste gar nicht getauscht werden. Vor ein paar Jahren wurden die bestellten Tickets direkt mit dem Eintrittsticket überreicht. Das war gemütlich und übersichtlicher. Aber egal, an dem Wochenende steht man - im Gegensatz zum Alltag - gerne in der Schlange.
Die Gäste haben mir alle sehr gut gefallen. Von den SNW-Stargästen war ich wirklich schwerst begeistert und auch die SFA-Stargäste waren eine spannende Bereicherung. Neue Gesichter, neue Geschichten, neue Dynamik.
Besonders schön fand ich, dass die Cosplays auch so richtig gewürdigt wurden. Rong Fu, die mein Vulkanisches Kleid bewunderte; Karim Diané der meinte, dass mein selbstgefertigtes SFA-Oberteil toll aussieht und George Hawkins, der sogar auf der Bühne die begeisterten Fans mit ihren Kostümen hervorgehoben hat.
Die Panels, die ich gesehen habe, waren alles sehr lustig und informativ und die SchauspielerInnen hatten offenbar richtig Spaß und waren mit Begeisterung dabei. Highlights waren Ethan Peck und Martin Quinn.
Großartig war auch die Talkshow mit den Gästen - Hella von Sinnen war richtig cool in Kombination mit Christian und Hubert.
Opening und Closing waren genau richtig, nicht zu lang und nicht zu kurz. Die musikalischen Beiträge waren toll.
Ich habe alle meine Autogramme bekommen - musste jedoch mit 2 Autogrammen auf Sonntag ausweichen was nicht geplant war, da die beiden Schlangen schon geschlossen waren. Da ich nicht alle Gäste wollte (nur SNW) war das ja kein Problem. Wie schon weiter oben erwähnt wurde, war die Kommunikation für den Einlass in die Autogrammstunde nicht wirklich abgestimmt. Ich hatte eine Helferin gefragt, ob die bereits wartende Schlange schon "Fußvolk" ist, was bejaht wurde. Sie meinte dann noch, es sind bereits alles Wochenendtickets, das Nummerngirl wird aber demnächst vorbeikommen und dann wird sortiert, wer rein darf. Ich hab mich halt mal hinten angestellt (weil ich mit zweistelliger Nummer ja dann eh am Beginn reinkönnte und nur vorgehen muss), was gut war. Denn wie sich herausstellte, gab es kein Nummerngirl und es wurden alle der Reihe nach reingelassen, wie sie angestanden sind. Hier wäre ein gemeinsames Wording schön. Alle von mir besuchten Gäste waren voll dabei und man konnte ein paar Worte mit ihnen wechseln. Da kam richtig oft sehr viel Herzlichkeit rüber. Das war toll.
Die Fotos haben auch alle gut geklappt. Die Stimmung bei den Helferinnen in der Fotoschlange war immer gut und es gab immer was zu lachen. Die Fotos sind alle sehr nett geworden und alle Gäste die ich hatte, waren gut drauf. Auch das Gruppenfoto mit dem SFA-Cast gefällt mir richtig gut. Schade, dass es nicht komplett ist, aber das mit Kerrice Brooks ist wieder eine andere Sache, will ich hier jetzt auch nicht weiter drauf eingehen. Die 5 anwesenden SchauspielerInnen waren gut drauf und haben tolle Stimmung reingebracht. Für das Foto hab ich mich noch kurzfristig entschieden und war richtig froh, dass ich es gemacht habe.
Leider gab es bei den Fotosessions am Samstag eine längere Verzögerung (ich glaube, es lag an Tim Russ, da dort besonders viele ein Foto wollten), sodass sich alles verschoben hat und wir dann zu dem einen Bild nicht mehr - obwohl in der Zeit - kommen konnten. Das wurde (Wochenendticket sei Dank) am Sonntag nachgeholt. War aber deswegen ein bisschen ungünstig, da am Samstag das passende Cosplay getragen wurde.
Ich hatte mit zwei Freunden das Meet & Greet mit Ethan Peck gebucht, das war perfekt organisiert. Die Teilnehmer wurden registriert, ein paar Minuten vor Beginn eingelassen und wir bekamen ein Getränk serviert. Pünktlich kam auch Ethan Peck und wir konnten eine gute halbe Stunde mit ihm reden und fragen stellen. Ein richtig sympathischer und offener Mensch, dem man gerne zuhört, wenn er einen Schwank aus seinen Erlebnissen bei Star Trek und auch anderen Produktionen erzählt. Es ging viel zu schnell vorbei. Wir waren 20 Personen und es gab dann ein Abschlussfoto in zwei Gruppen, damit es etwas gemütlicher ist. Dies konnte man etwa eine Stunde danach schon per QR-Code herunterladen. Wirklich toll, wenn wieder ein besonders spannender Gast kommt kann ich mir durchaus vorstellen, das wieder einmal zu machen.
Die Parties waren lustig. Gut fand ich, dass die Cocktailbar diesmal im vorderen Bereich angesiedelt wurde. Im Vorjahr musste man immer über die Tanzfläche gehen, wenn man etwas wollte. Das war durchaus manchmal mühsam. Die Musik war eigentlich eh wie immer. Samstag fand ich schade, dass zwar einige im Kostüm gekommen sind, aber bei weitem nicht so viele, wie ich gedacht hätte. Vielleicht ist auch das Motto irgendwie untergegangen. Ich kam mir als Mrs. Frank N. Furter leider ein bisschen einsam vor. Gut, dass ich dann noch einen gesehen habe, mit dem ich gleich ein Bild machen konnte. Das war cool.
Beim Cosplay Catwalk wurden wir super betreut. Wir fanden uns eine halbe Stunde davor vorm Zugang zur Bühne ein, dort erhielten wir alle relevanten Infos. Wir bekamen Wasser und Naschereien. Ich war als Einzelteilnehmerin vorgesehen, aber das Kind einer lieben Bekannten wollte dann mit mir auf die Bühne gehen. Kurz vorher Bescheid gesagt und das war überhaupt kein Problem. Wurde alles notiert und war ok. Betreuung ist hier wirklich gut. Und dass jeder, der daran teilgenommen hat, ein Ticket für MagicCon oder ComicCon bekommt, ist mehr als "eine kleine Anerkennung". Wow kann ich da nur sagen. Ich hoffe, ich kann das noch unterbringen.
Alle HelferInnnen waren immer unglaublich freundlich, zuvorkommend und haben sich bemüht, zu helfen wo es nur geht. Und wenn man nur im Vorbeigehen angelächelt wird. Haben alle einen supertollen Job gemacht, ein großes DANKESCHÖN dafür.
Ich hatte einige nette Gespräche in Foto- und Autogrammschlangen und habe neue Leute kennengelernt.
Im Händlerraum konnte ich meinen Büchervorrat wieder ordentlich aufstocken und habe auch hier und da ein bisschen mit den Autoren geplaudert. Lennox "Totenkopf" Lethe ist immer ein Fixpunkt. Der Lesestoff ist richtig cool und seine persönlichen Widmungen immer ein Highlight. Kaum zu Hause hatte ich das erste Buch schon fast wieder ausgelesen.
Nicht unerwähnt möchte ich auch das Hotelpersonal lassen, das wirklich sehr freundlich und zuvorkommend war. Egal ob an der Rezeption oder im Restaurant oder das Personal auf den Etagen. Super!
Man kann kaum glauben, wie schnell drei Tage vorübergehen können und wie schnell man wieder in der Realität ankommen muss.
Gestern wollte ich in der Kassenschlange schon fragen: "Entschuldige, wofür stehst Du an?".
Für mich ein durchaus perfektes Wochenende.
Das Ticket für nächstes Jahr ist bereits auf der Con gekauft worden und ich zähle schon die Tage.
