Der Mensch von morgen

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Der Mensch von morgen

Beitrag von connam » 28. Juli 2017, 22:10

Ich bin vor ein paar Tagen auf eine Ankündigung für eine Reportage mit dem Titel "Der Mensch von morgen - Ein evolutionärer Reisebericht" gestoßen.
Der Beitrag kommt morgen (Samstag, 29.07.17) um 22.00 Uhr auf ARTE.

Beschreibung: Nach vielen Hunderttausenden von Jahren biologischer, menschlicher Entwicklung geht der Grimme-Preisträger Tom Theunissen für den deutsch-französischen Sender Arte der Frage nach, ob diese nun zu Ende ist. Hat der Mensch nun wirklich die höchste Sprosse seiner Entwicklungsleiter erreicht? Steckt er in einer Sackgasse? Oder schafft er sich sogar selber ab, indem er künstliche Intelligenz kreiert, die „schlau genug ist, uns hinter sich zu lassen“?

Die Reportage an sich kenne ich noch nicht, aber der Titel allein hat mich neugierig gemacht. Unter dem Begriff "Der Mensch von morgen" kann sich nämlich so viel verstecken. Was wird uns medizinisch, gentechnisch, technisch noch gelingen? Werden wir irgendwann Krebs heilen, das Altern aufhalten, unsterblich werden? Bekommen wir die Umweltprobleme in den Griff, bevor wir uns selbst ausgelöscht haben? Und werden wir es schaffen, uns geistig weiterzuentwickeln und auf eine höhere Bewusstseinsebene zu kommen?

Ich würde in diesem Thread gern alles sammeln, was uns zu diesem Thema einfällt. Gedanken, Fernsehbeiträge, Buchempfehlungen, Zeitungsartikel, etc.
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LouZipher

Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von LouZipher » 29. Juli 2017, 13:31

Ich glaube derzeit, daß der Mensch von heute den Mensch von morgen umbringt.
Ich deute nur mal an, was uns alles von unserer "geliebten" Industrie ins Futter gemischt wird; ich glaube, von dem wir wissen, ist nur die Spitze des Eisberges.

Was die Gentechnik angeht, möchte ich auf Thor aus SG-1 verweisen. Die waren Äonen weiter darin und haben sich dennoch so selbst umgebracht. Und wir haben quasi keine Ahnung, pfuschen aber schon fleissig in den Genen herum.

Wir brauchen keine Steinstreuner aus dem All oder Aliens; das schaffen wir schon gut selbst ...

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Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von gickelbock » 13. August 2017, 23:21

Ich habe den Beitrag gesehen, sehr schön. Die Frage wie es mit uns weitergeht wurde natürlich mit vielen Möglichkeiten offen gelassen.

Insbesondere wurde auch auf die Evolution mit Hilfe des Computers eingegangen.

In diesem Zusammenhang verweise ich auf Hubert Zitts öchst interessanten Vortrag auf der FedCon 26, der genau dieses zum Thema hatte.

Ich bin der Ansicht: Egal, ob Handy, Facebook oder auch die Gentechnik: Wie sagt ein Slogan einer hier in Mainz ansässigen Beton-Firma? Beton - es kommt drauf an, was man draus macht. Und genau das ist des Pudels Kern.

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Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von DocArroway » 14. August 2017, 17:15

Das der Mensch bereits das Ende der Evolutionsleiter erreicht hat glaube ich absolut nicht.
Im Gegenteil, ich denke eher das wir gerade am Anfang einer ganz neuen Epoche der Evolution
stehen, einer Epoche, in der wir Menschen die Evolution ganz bewusst und gezielt steuern.
Wir sind die einzigen Lebewesen auf der Welt, die das können, ob diese Entwicklung zum besseren
oder zum schlechtern führt wird sich allerdings erst noch zeigen müssen.

Es ist alles andere als sicher, dass wir Menschen mit unserer Macht die Evolution zu lenken
verantwortungsvoll umgehen können. Wenn wir zum Beispiel die Fähigkeit erlangen würden
den Tod zu verhindern und unsterblich zu werden, dann würden wir diese Fähigkeit sofort in
die Realität umsetzen, ohne auch nur eine Sekunde über die negativen Folgen, die das mit sich brächte
nachzudenken, Sichtwort Überbevölkerung.

Als Buchempfehlungen zu diesem Thema kann ich "Eine kurze Geschichte der Menschheit" von
Yuval Noah Harari und "Hoffnung Mensch" von Michael Schmidt Salomon abgeben.
Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter und lerne als würdest du ewig leben.
Mahatma Ghandi

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Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von connam » 19. August 2017, 12:55

Hier ist ein ganz netter Beitrag auf der Webseite der FAZ.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/i ... 1361.html

Die Entwicklung von künstlicher Intelligenz wird aus Sicht eines Bots namens Quant im Jahr 2099 beleuchtet.
Quant skizziert kurz den heutigen (2016/2017) Stand und berichtet dann von den Errungenschaften, die in den nachfolgenden Jahren bis 2099 gemacht wurden.

Sicher kein besonders wissenschaftlicher Beitrag, aber ein interessantes Gedankenspiel. Was mich am meisten nachdenklich gemacht hat ist die Tatsache, dass ja bereits jetzt die Grenzen zwischen physischer und virtueller Realität verschmelzen. Social bots beeinflussen mittlerweile unser Kaufverhalten, manipulieren politische Wahlen (angeblich war jeder dritte Tweet fürDonald Trump während der heißen Phase computergesteuert und auch die Brexit-Debatte wurde zum großen Teil von bots mitbestimmt).
Auch ist es schwierig, zu unterscheiden, ob ein Profil auf Facebook von einem echten oder einem programmierten User erstellt wurde. Und angeblich mussten zwei Facebook-bots kürzlich sogar abgeschaltet werden, weil sie begonnen hatten, eine eigene Sprache zu entwickeln, die die menschlichen Entwickler nicht mehr verstanden.

Und noch etwas ängstigt mich: das Gehirn kann nicht gut zwischen virtuellen und echten Erlebnissen unterscheiden, so dass beide ähnliche emotionale Reaktionen triggern werden. Es ist immer wieder darüber diskutiert worden, ob Computerspiele Einfluss auf das Verhalten von Kindern und Jugendlichen haben. Wenn wir in Zukunft immer stärker nicht mehr in der Realität leben, was bedeutet das dann für unser zwischenmenschliches Zusammenleben?
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Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von gickelbock » 25. August 2017, 21:37

Ich sehe z. B. die Generation "Heads Down".

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Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von connam » 26. August 2017, 13:12

Ja, das ist wirklich ein passender Begriff, nicht nur dafür, dass kaum noch einer aufschaut, wenn er durch die Stadt läuft oder im Bus sitzt, sondern auch im übertragenen Sinne.
Kopf runter, nichts sehen, und deshalb auch nicht aktiv werden müssen.
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Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von connam » 29. August 2017, 17:41

Buchempfehlung von Elon Musk auf Twitter zum Thema KI:

https://twitter.com/elonmusk/status/902452162625544193

Zusammenfassung auf amazon:
Neigt sich die Ära der Menschen dem Ende zu? Der Physikprofessor Max Tegmark zeigt anhand der neusten Forschung, was die Menschheit erwartet. Hier eine Auswahl möglicher Szenarien:

- Eroberer: Künstliche Intelligenz übernimmt die Macht und entledigt sich der Menschheit mit Methoden, die wir noch nicht einmal verstehen.

- Der versklavte Gott: Die Menschen bemächtigen sich einer superintelligenten künstlichen Intelligenz und nutzen sie, um Hochtechnologien herzustellen.

- Umkehr: Der technologische Fortschritt wird radikal unterbunden und wir kehren zu einer prä-technologischen Gesellschaft im Stil der Amish zurück.

- Selbstzerstörung: Superintelligenz wird nicht erreicht, weil sich die Menschheit vorher nuklear oder anders selbst vernichtet.

- Egalitäres Utopia: Es gibt weder Superintelligenz noch Besitz, Menschen und kybernetische Organismen existieren friedlich nebeneinander.
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Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von connam » 16. September 2017, 20:49

Year Million - Blick in die Zukunft

Auf National Geographic ab 17.09.17 um 21:00 Uhr (6 Folgen)

1. Folge: Mensch 2.0
2. Folge: Ewiges Leben

Was heute noch Science-Fiction ist, könnte morgen schon Wahrheit werden. Doch Fortschritt kommt meist auf leisen Sohlen. "Year Million - Blick in die Zukunft" zeigt, wie sich die Welt, in der wir leben, dank technischer Innovationen früher oder später verändern wird. An welchen Technologien arbeiten die besten Wissenschaftler unserer Zeit aktuell - und wie lange wird es dauern, bis sie unser aller Leben bereichern? In einzelnen Episoden befasst sich die neue Dokumentationsserie mit den faszinierendsten Themenkomplexen aus Bereichen wie Technik, Medizin oder Raumfahrt. Im Fokus stehen beispielsweise der "Mensch 2.0", der mit technischen Hilfsmitteln der Neurowissenschaft in fantastische geistige Welten vorstößt. Mit Hochdruck entwerfen Computerspezialisten jetzt schon eine künstliche Intelligenz, die dem Menschen eines Tages überlegen sein könnte - ein Segen oder doch eher Fluch? Experten jedenfalls sind sich sicher: Die Entwicklung wird die Evolution auf dramatische Weise beeinflussen. Ein weiteres Thema intensiver Recherchen sind die Fortschritte der Medizin. Durchbrüche in der Genetik ermöglichen Forschern, den Kampf gegen Krankheiten auf völlig neue Art in Angriff zu nehmen. Selbst die biologische Alterung könnte einst wohl erheblich gebremst werden. Fest steht: Die Zukunft ist ein weites, spannendes Feld - und "Year Million" blickt schon jetzt hinein.
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Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von Janey » 16. September 2017, 20:52

Interessant. Solche Sachen laufen auch oft auf anderen Doku-Sendern... Da halte ich immer Ausschau. :)

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Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von hellsbells » 12. November 2017, 00:51

Ja interessantes Thema! Ich oute mich jetzt mal als nicht sehr großer Menschenfreund. Ich halte die menschliche Rasse auch nicht für intelligent, auch wenn die Mehrheit der Menschen das so sieht. Der Mensch ist von einer besseren Vision seiner selbst weit entfernt und er braucht leider auch zu lange um zu verstehen und begreifen. Das hat natürlich seine Auswirkungen... Ich denke die meisten Menschen werden sich noch wundern, was das betrifft, da sie sich dessen noch gar nicht bewusst sind.

LouZipher

Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von LouZipher » 12. November 2017, 18:15

hellsbells, meine Worte.

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Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von TimeTraveller » 13. November 2017, 15:23

Sehe ich ähnlich wie hellsbells. Ich denke der Mensch von heute wird erst noch einmal ganz tief fallen, damit der Mensch von morgen genau sieht, wie es eben nicht funktioniert.
Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist. - Dalai Lama -

LouZipher

Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von LouZipher » 13. November 2017, 16:12

Nur bezweifle ich, daß der Mensch von morgen plötzlich lernfähig geworden ist.
Genügend Beispiele hatten wir ja im 20. und 21. Jahr100.

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Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von connam » 13. November 2017, 17:05

Ich hatte endlich Gelegenheit, die zweite Folge der Reihe „Year Million - Blick in die Zukunft“ zu sehen, die das ewige Leben zum Thema hat. Angeblich ist es gar keine Frage mehr, ob wir irgendwann einmal unsterblich sein werden, sondern nur wann.

Dafür gibt es drei mögliche Wege:
• Fortschritte in der Nanotechnologie: Miniaturroboter reparieren unsere Zellschäden. Forscher arbeiten angeblich bereits an Nanobots. An der Northeastern University in Boston wird Selen bereits mit synthetischen Immunzellen gezielt zu Krebszellen transportiert, um diese zu zerstören.

• DNA-Manipulation, auch Genetic Engineering genannt: unerwünschte Gene kann man in Zukunft eliminieren bzw. bereits vor der Geburt die „bestmögliche“ Genkombination auswählen. Von Designer-Babies ist die Wissenschaft zwar noch weit entfernt, aber schon jetzt kann man mit speziellen Enzymen den DNA-Strang aufsplitten und Teile davon austauschen. Eine der Gefahren ist, dass man damit irgendwann Uniformität kreiert. Die Forschung hat aber gezeigt, dass Defizite in bestimmten Bereichen des Gehirns in der Regel andere Areale dafür verstärken. Und machen uns nicht beide Seiten zu dem Menschen, der wir eigentlich sind?

• Upload aller gespeicherten Daten unseres Gehirns in eine digitale Welt (das "Metauniversum"). Wir könnten entscheiden, in welchem Umfeld wir existieren möchten und welche Erinnerungen wir mitnehmen wollen und welche nicht. Aber wenn wir doch irgendwann genug von diesem digitalen Paradies haben, können wir dann noch selbst entscheiden, dass der Stecker gezogen werden soll?

„Unser Traum vom ewigen Leben könnte die Menschheit befreien oder zerstören.“ Das ist in etwa die Quintessenz, mit der man die Dokumentation zusammenfassen kann.

Leider hatte ich mir mehr von dieser Sendereihe erhofft. Eigentlich interessante Themen werden nur kurz angerissen, die moralische, emotionale, soziale Komponente wird stark vernachlässigt. Aber vielleicht sind unsere limitierten Gehirne auch einfach nicht in der Lage, die Komplexität der Möglichkeiten zu erfassen, die sich ergeben, und deshalb bleibt die Diskussion sehr oberflächlich.
Denn gibt die Tatsache, dass wir sterblich sind, unserem Leben nicht eigentlich erst einen Sinn? Wenn wir problemlos 300 Jahre leben könnten, würden wir dann immer noch versuchen, das Beste aus uns herauszuholen? Wir haben ja vermeintlich ewig Zeit. Und wie würde unsere Psyche es aushalten, plötzlich 300 Jahre mit Sinn füllen zu müssen statt nur 75? Oder bei einem Upload keine Pause mehr durch Schlaf zu bekommen? Wenn ich meinem Kopfkino nicht wenigstens für ein paar Stunden in der Nacht entfliehen kann, bin ich am nächsten Tag nur begrenzt leistungsfähig. Und welche Auswirkungen hätte das lange Leben auf die Gesellschaft? Wie finanziert man das alles? Müsste man nicht einen kompletten Geburtenstopp verfügen, da die Erde schon jetzt aus allen Nähten platzt?

Auch die Risiken der drei oben genannten Verfahren werden nicht angesprochen. So könnten Nanoteilchen, weil sie so winzig sind, eingeatmet werden und über die Lunge in den Blutkreislauf gelangen. Dadurch könnten sie theoretisch in jede Körperzelle eindringen und gegebenenfalls sogar die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Was die Eindringlinge dann dort anrichten würden, ist unklar. Und Nanoteilchen sind mittlerweile bereits in vielen Produkten enthalten, die manch einer von uns bereits zu Haus hat. Make-up zum Beispiel. Oder Kleidung, die durch die Nanoteilchen schmutz- und wasserabweisend, atmungsaktiv, leitfähig und antistatisch wird oder eine erhöhte Verschleiß- und Knitterbeständigkeit oder Unempfindlichkeit gegen Flecken aufweist. Oder sie reduzieren den Befall durch Bakterien oder Pilze, was wiederum zu Resistenzen führen könnte. Die Partikel werden beim Waschen freigesetzt und mit dem Brauchwasser weggespült, so dass sie, sofern sie nicht in den Klärwerken herausgefiltert werden und im Klärschlamm landen, auch in die nachfolgenden Gewässer gelangen.

Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. Die Gefahren meiner Meinung nach auch.

Aber wir, die wir in der heutigen Zeit leben, wenn sowieso nichts davon am eigenen Leib erfahren, es sei denn, wir lassen uns kryonisch konservieren.
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Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von hellsbells » 28. November 2017, 00:38

Die Unsterblichkeit der Menschen...
Im Moment glaube ich nicht an diese und wenn ja, für welchen Preis...? Wer möchte dies?

Die genannten Möglichkeiten... Auch da zeigt sich wieder ein Hang zur maßlosen Überschätzung.
DNA Manipulation kann zu nichts Gutem führen (meine Meinung) und vom Metauniversum, dem "digitalen Paradies" sind wir bei unserem momentanen Bewußtseinsstand Lichtjahre entfernt...
Um die Möglichkeit des "digitalen Paradies", mache ich mir jedenfalls am wenigsten Sorgen :lol:

Eine Zeit lang fand ich den Begriff oder die Vorstellung von Unsterblichkeit auch gut, aber wohl mehr als Trost.
Inzwischen sehe ich das anders.

LouZipher

Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von LouZipher » 28. November 2017, 02:30

Ich habe die Nanobottechnologie nie wirklich verstanden; sieht man so ein Ding schematisch, ist es doch meist nichts weiter als ein mechanisches Spielzeug, so wie Auto spielen und BrummBrumm machen. WO soll denn da irgendeine Programierung WIE funktionieren? Offenbar klappt das ja, aber wie, ist mir ein Rätsel.
Nanobots und Unsterblichkeit - hm, das könnte recht unattraktiv enden; wenn wirklich so Ungetüme herauskommen wie bei den Borg - also, so wollte ich nicht rumrennen wollen.

Ab in den PC; oder Matrix, wie auch immer. Alleine das Wissen, was man ist, würde mir ein Nein abringen. Und welche Technik auch immer; sicher ist die nicht.

DNA-Gefummel. Das könnte ich mir vorstellen. Solange dieser Aspekt in der DNA verankert ist, scheint es machbar. Aber Dinge programmieren, die nie Bestandteil unserer Biologie waren - das glaube ich weniger.

Übrigens; ich wünschte, ich wäre etwas designed; dann wären meine Gesundheit und mein Leben nicht so für'n Arsch gewesen. Wenn ich mich genetisch wegwerfen müsste, was schlecht ist, bliebe kaum was übrig.
Es müssen ja nicht Upgrades sein, eine gute Gesundheit würde ja schon reichen. Kein Zucker, keine Bandscheibenprobleme (ok, leichte Upgrades), nicht nachlassende Augen und Ohren, Zähne und so was.
Und ganz ehrlich - meine Lernprobleme, dadurch wurde nichts anderes besser. Und heute auch; egal, auf welches Defizit ich schaue - nicht ein Positivum steht einem Defizit gegenüber. Es mag sein, daß ein Blinder differenzierter hört, aber ich denke, das war es dann auch schon.

Highlandermäßig, Unsterblichkeit, wollte ich früher auch.
Schaut Euch Tom Cruise in "Interview mit einem Vampir" an. Bei ihm mögen es Jahrzehnte gewesen sein, um den Anschluß an die Welt zu verlieren. Heute sind es Jahre, manchmal sogar Monate, die einem Probleme bereiten können. Die Welt scheint immer schneller zu werden in Fortschritt, Technik und Widerlichkeit der Menschen, und irgendwann mag man nicht mehr. Ich jedenfalls möchte heute nicht mehr unsterblich sein, im Gegenteil, ich kann es nicht erwarten, bis das endlich aufhört. Und dann ... ewige Ruhe - hoffe ich mal.

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Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von hellsbells » 1. Dezember 2017, 17:22

@LouZipher
Krankheiten sind immer ein schwieriges Thema, da so vielschichtig, komplex.
Gerade in dem Bereich Gesundheit erkennt man gut, dass unser "technischer und wissenschaftlicher Fortschritt" da bei weitem nicht ausreicht, um diese zu heilen bzw zu verhindern. Viele Krankheiten nehmen zu, trotz dem ganzen "Wissen" und der Weiterentwicklung.
Was alleine die Pharmaindustrie für Gewinne macht. Dabei sollte doch eigentlich gerade in dem Bereich, der Mensch im Vordergrund stehen.
Aber alles Geschäft, wie so oft...

Mir geht die Zeitentwicklung auch oft zu schnell, bzw ist es zu viel. Zu viel Informationen, überall und das zu jeder Zeit. Das Wesentliche ist schwer zu finden oder zu bewahren, statt dessen wird einem ständig mitgeteilt, wie man leben sollte bzw was man dazu braucht, cool ist oder ein Muss.
Naja, aber im Grunde war es wohl niemals anders...
Der Mensch von gestern...

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Re: Der Mensch von morgen

Beitrag von connam » 1. Mai 2018, 14:47

Die EU-Kommission plant Investitionen von 20 Milliarden € bis 2020 in die Entwicklung künstlicher Intelligenz. Die Investitionen sollen die internationale Wettbewerbsfähigkeit fördern, damit die EU nicht den Anschluss an die USA und China verliert.
Geplant ist dabei offensichtlich auch eine Ausweitung des Austauschs von (nicht personenbezogenen) Daten, u.a. Gesundheitsinformationen.
Allerdings will die Kommission auch ethische Richtlinien für die Entwicklung künstlicher Intelligenz erarbeiten, die bis Ende des Jahres vorgestellt werden sollen. Wichtige Punkte seien Datenschutz und Haftbarkeit.
Klingt für mich, als würde da mal wieder nur an der Oberfläche gekratzt, aber das hat wohl hauptsächlich damit zu tun, dass wir überhaupt nicht absehen können, auf welche Probleme wir zusteuern.

Hier ist ein Artikel zum Thema auf bluebit.de:

Künstliche Intelligenz ist eine der Schlüsseltechniken der nächsten Jahre. Um im Wettbewerb mit der ausländischen Konkurrenz die vor allen aus China und den USA kommt nicht den Anschluss zu verlieren möchte die EU-Kommission in den kommenden Jahren die Investitionen in diesen Bereich deutlich ausweiten. Die Behörde teilte mit, dass bis 2020 rund 20 Milliarden Euro innerhalb der Europäischen Union in die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz investiert werden sollen. Die Mittel dazu sollen sowohl aus dem EU-Haushalt aber auch von privaten Quellen stammen. Von der EU-Kommission wurden bis 2020 bereits 1,5 Milliarden Euro Budget für diesen Bereich garantiert. Außerdem sollen zusätzlich 500 Millionen Euro durch den Europäischen Fond für strategische Investitionen bereitgestellt werden.

EU-Digitalkommisar Andrus Ansip erklärte während der Vorstellung der Strategie, dass " Künstliche Intelligenz wie die Dampfmaschine oder der elektrische Strom in der Vergangenheit unsere Welt grundlegend ändert." Laut Ansip verfügt Europa bereits jetzt über hervorragende Forschungseinrichtungen und Wissenschaftler. Der weltweite Wettbewerb erfordert jedoch eine bessere Kooperation der einzelnen Einrichtungen und höhere Budgets.

Hilfe für kleine und mittlere Unternehmen
Ein Großteil der Fördergelder soll dabei an kleine und mittlere Unternehmen fließen, die künstliche Intelligenz einführen wollen. Besonders gefördert werden sollen dabei Unternehmen aus den Bereichen Gesundheitswesen sowie der Verkehrssektor. Außerdem sollen klassische Industrieprozesse stärker bei der Digitalisierung unterstützt werden.

Im Zuge der Strategie möchte die EU-Kommission auch den Austausch nicht-personenbezogener Daten weiter ausweiten. Damit gemeint sind beispielsweise Wetter- sowie geografische Daten und Erkenntnisse aus dem Bildungs- und Wirtschaftsbereich. Der gemeinsame Zugriff auf einen möglichst großen Pool aus Daten soll die europaweite Innovationsfähigkeit fördern und so für mehr Arbeitsplätze sorgen. Datenschützer dürften über den Vorschlag auch digitale Patientendaten europaweit für Ärzte verfügbar zu machen nicht erfreut sein. Die EU-Kommission möchte jedoch auch Daten des Gesundheitswesens grenzübergreifend für die Wissenschaft freigeben.

Wandel in der Arbeitswelt
Außerdem arbeitet die EU-Kommission an ethische Richtlinien für die Entwicklung künstlicher Intelligenz, die bis Ende des Jahres vorgestellt werden sollen. Ein Appell an die EU-Staaten fordert die dortigen Regierungen auf, Vorbereitungen für den anstehenden Wandel durchzuführen. Besonders der Wegfall von Arbeitsplätzen und die Schaffung neuer Jobs in anderen Bereichen werden die Staaten vor große Herausforderungen stellen. Dies muss laut der EU-Kommission bereits jetzt durch Weiterbildungen und Schulungen angegangen werden.

In Deutschland wurde die Ankündigung der EU-Kommission durch den Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) positiv aufgenommen. VDMA-Präsident Carl Martin Welcker erklärte, dass "wir um ein brauchbares Regelwerk für Künstliche Intelligenz aufzustellen, international zusammenarbeiten müssen." Außerdem forderte er zu einer sachlichen Diskussion auf. Er sieht in Künstlicher Intelligenz große Chancen für die Industrie und nicht das von vielen Kritikern erwartete Horrorszenarien.

Auch der Digital-Verband Digitaleurope hat sich positiv geäußert. Generaldirektorin Cecilia Bonefeld-Dahl sagte, dass "wenn wir dies nicht sofort angehen, die Rolle und Relevanz der EU auf internationaler Ebene und verhindern das Entstehen von Arbeitsplätzen in Europa riskieren." Sie kritisierte jedoch auch, dass einige Gesetzesvorschläge der EU-Kommission nicht im Einklang mit der Förderung von Künstlicher Intelligenz stehen. Gesetze behindern beispielsweise den Bereich autonome Autos und einige Innovationen im Gesundheitswesen.

Achim Berg Präsident des deutschen Digital-Verbands Bitkom sagte: "Diese Summen können nur ein Anfang sein und müssen im nächsten Haushalt deutlich angehoben werden. Im internationalen Vergleich bewegt sich Europa mit dreistelligen Millionenbeträgen nicht auf Augenhöhe."


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