7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

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BSGFreak
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7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von BSGFreak » 4. Juli 2017, 11:19

Ja, warum ist das so?
Familie und Freunde sind sarkastisch, spielen das Engagement herunter, nehmen das Interesse nicht Ernst, lästern, etc.

Erzählt mal aus eurem "Alltag"....gerne mit Beispielen/Situationen.
Con-Historie: FedCon9 * Galileo7 (Bielefeld) * Galileo7 (Hagen) * FedCon18 * FedCon19 * FedCon20 * FedCon21 * FedCon22 * FedCon23 * FedCon24 * FedCon25 * FedCon26 * FedCon 27

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clara
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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von clara » 4. Juli 2017, 13:01

Naja wenn die meisten fliegende Untertassen hören halten sie einen automatisch für einen Spinner. Nur weil ich Serien mit Ausserirdischen gucke heisst es ja nicht automatisch dass ich denke dass irgendwo grüne Männchen rumlaufen, da gehen die aber von aus, das nervt schon....

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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von Inga » 4. Juli 2017, 13:17

Also in der Familie ist es bei mir überhaupt kein Problem. Meine Mutter war großer Fan von Sci-Fi und Ihr Interesse hat mich letztlich dazu gebracht. Meine Schwester ist auch Fan, nicht so wie ich aber trotzdem. Mein Vater mag es nicht, aber er freut sich das ich etwas so gerne habe.

Kollegen ist oft was anderes. Man wird schon etwas belächelt, aber da ich da stark auftrete und nicht das Gefühl vermittel, dass es mir peinlich ist, ist es meist kein Problem.

Warum wird man oft komisch angeschaut? Die Leute stellen sich da einfach was falsches drunter vor. Wobei in den letzten Jahren durch das ganze Superheldengedöns die generelle Akzeptanz deutlich gestiegen ist.

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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von Ronon » 4. Juli 2017, 18:13

Vielleicht weil noch nichts hin der Hinsicht bestätigt wurde.
Ronon: Einsatzbericht: Michael hat Atlantis überfallen, wollte die Stadt in die Luft jagen, haben ihn aufgehalten. Ende des Berichts.

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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von TheBlues » 4. Juli 2017, 22:00

Ich finde nicht, daß "Sci-Fi-Fan sein" belächelt wird - ich habe zumindest noch keine derartigen Erfahrungen gemacht. Belächelt wird eher unser - sagen wir mal "überenthusiastisches" Ausleben des Fandoms mit Conventions, Cosplay, Autogrammen und Merchandise. Das ist für den "Otto-Normal-Verbraucher" nicht immer nachvollziehbar und provoziert natürlich Überspitzungen der Marke "Wie kann man nur xxx Euro für ein Autogramm ausgeben?" etc. was natürlich das ganze Umfeld einer Convention und den Eventchatakter unberücksichtigt lässt. Genauso könnte man sagen, daß es sinnlos ist, im Restaurant ein Glas Wasser für drei Euro zu kaufen, wenn ein Glas Kranwasser beinahe kostenlos ist.

Das Unverständnis verhält sich hier stets umgekehrt proportional zum Vorhandensein eigener Hobbys. Je weniger Begeisterung die Leute für eigene Hobbys entwickeln um so verschlossener und verständnisloser die Reaktion.

Personnen, dessen letzte Zuflucht aus dem tristen Alltag die jährliche Mallorca-Sause am Ballerman ist, werden nicht verstehen, daß man lieber 100 Euro für ein Autogramm ausgibt, anstatt sich für den gleichen Betrag zum Pupillenstillstand zu saufen.
Zuletzt geändert von TheBlues am 5. Juli 2017, 19:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von PAHD-Fan » 4. Juli 2017, 23:08

Blues hat es genau richtig in Worte gefasst. Erst heute hatte ich mit meiner besten Freundin & ihrem Mann die Diskussion, dass man doch tatsächlich für ein Foto mit einem Schauspieler bezahlen muß. Die 2 hatten (aus welchen Gründen auch immer, denn eigentlich müßten sie von mir schon mal gehört haben, daß ich dort einiges an Geld auf den Cons lasse) geglaubt, WENN man schon für den Imperator bezahlen muß (ja, es ging um die Konkurrenz....), dann doch bestimmt nur 5€. :shock: Sie waren noch auf keiner Convention, haben aber mit dem Gedanken geliebäugelt, wobei ich nicht weiß, ob sie es jetzt noch wirklich vorhaben. Wenn meine Kollegen meine Fotos sehen, kommen zum Glück keine abwertenden Kommentare, sondern im Gegenteil, es wird öfter nachgefragt, wann & wo die Fotos entstanden seien, und manchmal klappt es auch, neue Congänger zu gewinnen. Meine Freunde respektieren mein Hobby, so wie ich halt ihre.

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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von V'Reni » 5. Juli 2017, 09:13

Star Trek TOS war die erste Serie, die ich als Kind regelmäßig schauen durfte. Ich war damals 6 oder 7 Jahre alt und im TV spielte es wohl die mittlerweile 28te Wiederholung von Captain Kirk und den Abenteuern der Enterprise. Meine Eltern mochten es beide sehr gerne, meine Mutter fährt sogar seit 2012 zur FedCon mit. :lol:

In meinem näheren Umfeld gibt es durchaus auch Personen, die SciFi ganz gerne haben und mit mir über einzelne Folgen, neue Filme oder sogar meine Con-Besuche plaudern. Allerdings gibt es auch die, die einen schief anschauen wenn man sagt, dass man dieses Genre sehr gerne hat. Das sind wohl die Menschen, die gar nichts mit der Idee anfangen können, dass wir nicht alleine im Universum sind. Für die ist es Unsinn, dass da noch mehr sein könnte und man sich seine eigenen Vorstellungen davon macht. Oder auch, weil es eben nichts "Wissenschaftliches" ist, sondern einfach nur Phantasie und dass man sich in etwas Fiktives so reinsteigern kann, verstehen dann viele nicht.

Und wie TheBlues und PAHD-Fan es ganz richtig geschrieben haben: noch schlimmer wird es dann, wenn man auf Conventions, Cosplay und dergleichen zu sprechen kommt. Viele schütteln den Kopf, wenn sie erfahren, dass ein verlängertes Con-Wochenende schon mal mit allem drum und dran so viel kosten kann wie deren letzter Familienurlaub, der noch dazu 14 Tage gedauert hat. Sie rollen mit den Augen und sind entsetzt wenn man sagt, dass auch das Autogramm und das Foto etwas kosten. "Die sollen doch froh sein, wenn sie noch jemand sehen will!" - wird gerade über die Schauspieler gesagt, die vielleicht schon etwas länger nicht mehr so aktiv tätig sind.

Und Cosplay ist noch mal eine Stufe näher zu "die sind ja komplett gestört...". Das hab ich leider auch schon öfters mitbekommen. Klar, meine guten Freunde und Personen, die an Science Fiction und vor allem auch Star Trek interessiert sind, die schauen sich gerne meine selbstgemachten Kostüme an, meine Fotos vom Making-of der Masken und des Zubehörs und fragen dann auch schon mal nach, wie ich dieses oder jenes gemacht habe und da kommt durchaus auch ein anerkennender Kommentar, wie cool das Kostüm aussieht oder wie ähnlich dem Original es geworden ist.
Leute, die nichts damit anfangen können schieben dann schon mal nicht so nette Kommentare. Im Büro habe ich das in der Vergangenheit erlebt, daher erzähle ich dort schon lange nicht mehr, dass ich zu Cons gehe oder gar Cosplay betreibe. "Ah, Du fährst wieder zum Treffen der Wahnsinnigen...!" kam schon mal, als ich den Urlaub für die FedCon eingetragen habe. Ich brauche wohl nicht zu sagen, was mein Star Trek Tattoo für Blicke bekommen hat... Was soll ich sagen, da muss man halt drüber stehen. Dort bin ich ein Freak, ich kann aber gut damit leben...

Wieso ist es in Ordnung, sich zum Fasching (Karneval) oder zu Halloween zu verkleiden (da stehen die Leute teilweise 2 Stunden vor einem Kostümgeschäft an um noch schnell ein Kostüm zu besorgen weil man sich da ja unbedingt verkleiden muss), aber wenn man es zu einem "nicht offiziellen Termin" macht, ist man verrückt. Offenbar denken die Leute, dass man den ganzen Tag nichts anderes mehr macht als sich zu verkleiden und so zu tun, als wäre man an Board eines Raumschiffes oder so. Keine Ahnung. Und selbst wenn es so wäre, würde man ja niemanden damit belästigen und es wäre jedem sein eigenes Ding.

Mittlerweile weiß ich, mit wem ich über welchen Teil meines "Star Trek Lebens" reden kann/will und mit wem nicht. Und dann rede ich eben mit den Leuten, von denen positives Feedback kommt. Nach 30 Jahren als Fan von Star Trek kann ich wohl behaupten, dass es mir durchaus auch schon in schwierigen Zeiten weitergeholfen hat. Sei es, weil ich mir einen neuen Bausatz für ein Raumschiff gekauft habe, weil ich mir meine Lieblingsfolge angeschaut und mich dann besser gefühlt habe oder mich das Basteln an einem Kostüm abgelenkt hat. Star Trek ist Teil meines Lebens und wird es auch immer bleiben. Und wenn es jemand lächerlich findet, dass ich mit Herz und Seele Trekkie bin, dann ist das sein Problem und nicht meins!
Shran: Stoppen Sie den Scan. Bringen Sie uns aus dem System – aber nicht allzu schnell…
Das andorianische Bergbaukonsortium rennt vor niemandem davon!

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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von Drusilla » 5. Juli 2017, 12:23

Meine Erfahrungen sind, dass die Leute oft glauben:

1) "Sci-Fi ist unrealistisch. Beschäftige dich lieber mit etwas Realistischerem!" (Wobei sich dann rausstellt, dass das "Realistischere" meist dann Dinge wie "... sucht den nächsten Superstar/das nächste Top-Model/...", "Bauer sucht Frau" oder der Klassiker: "Wer wird Fußball WM Meister" sind.)

2) "Sci-Fi-Fans glauben an Außerirdische." Da meinen Leute dann wirklich, man "glaubt" an Außerirdische, wie andere an einen Gott glauben. Meiner Ansicht nach sind Sci-Fi-Fans einfach nur offener und interessierter daran, was sich in den unendlichen Weiten des Weltalls zu finden sein könnte.

3) "Sci-Fi-Fans lieben Roboter." Und dann kommt auch gleich: "Hast du nicht Angst, dass Roboter uns eines Tages ersetzen werden?" (viele Berufe werden bereits durch Maschinen und Roboter ersetzt, das nennt man Fortschritt), "Möchtest du von einem Roboter gepflegt werden, wenn du alt bist?" (Ehrlich gesagt, ja. Ich habe mitgekriegt, wie gestresste menschliche Pfleger mit alten Menschen umgehen. Da hätte ich lieber einen Roboter, der gut programmiert ist.)

4) "Sci-Fi-Fans sind alles schrullige Nerds, die den ganzen Tag an ihrem Computer sitzen, Junk-Food essen und nie mit jemandem reden." und "Geh lieber mal nach draußen!" (*augenroll*)

LouZipher

Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von LouZipher » 5. Juli 2017, 14:27

:angry4: Wo the fuck ist mein Beitrag ??? :angry4:

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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von BSGFreak » 5. Juli 2017, 23:41

Kene Ahnung! :o
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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von chatter » 6. Juli 2017, 10:37

In der Familie habe ich so kein Problem damit, aber wie schon geschrieben bei z.B. Kollegen... viele gucken sowas nicht und würden im Leben kein Geld dafür ausgeben. Ist ja es alles Blödsinn. Früher in der Schule wusste auch keiner das ich das geguckt habe...die meisten waren ja "cool" und haben anderes Gerne geguckt und wenn ich erzählt hätte das ich Kirk gucke...ja das wäre mein schulischer Untergang gewesen.....
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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von spaceship31 » 6. Juli 2017, 22:41

Als ich angefangen habe auf die FED CON zu gehen, hat sich meine Mama dafür interessiert und mich darüber "ausgefragt" Nach einer Weile hat sie sich dann auch Folgen aus TNG und ENTERPRISE angesehen. Sie ist jetzt kein Fan aber sie findet Star Trek gut und versteht, warum ich so drauf stehe :)
Im Büro bei den Kollegen waren die Reaktionen gemischt. Manche kennen Star Trek (in der einen oder anderen Inkarnation), einigen sagt nur die Bezeichnung Star Trek etwas ohne dass sie eine der diversen Serien davon gesehen haben.
Dass ich auf FED CON´s gehe, fanden einige gut, manchen war es egal und ein paar haben durchblicken lassen, dass ich ihrer Meinung nach "nicht mehr alle Tassen im Schrank habe".
Im Allgemeinen glaub ich auch, dass sich viele Leute falsche Vorstellungen von solchen Veranstaltungen und von uns als Menschen machen. Nur weil wir ein Wochenende lang in Kostümen oder Uniformen rumlaufen und massenhaft Geld für Fotos, Autogramme oder Merch ausgeben sind wir ja trotzdem keine durchgeknallten Freaks sondern normale Leute mit normalen Jobs und einem "realen" Leben. ;)

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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von Aglaya » 7. Juli 2017, 22:48

Ich denke, dass wir heutzutage weniger belächelt werden als in meiner Kindheit. Als ich vor mittlerweile über 30 Jahren (noch vor dem Schulalter) begonnen habe, Sci Fi zu kucken (Papa war schuld, der hat sich immer die TOS-Wiederholungen angeschaut), wurden Sci Fi Fans nicht nur belächelt, sondern richtiggehend ausgelacht. Heute ist Sci Fi mit den neuen Star Trek und Star Wars Filmen ziemlich Mainstream geworden und wir sind nicht mehr solche Exoten, wie wir es mal waren.

Wieso wir belächelt wurden/werden? Ich denke, das liegt daran, dass Sci Fi (abgesehen vom genannten Mainstream)/ Cons für den "Durchschnittsmenschen" immer noch etwas Fremdes ist, und Fremdes muss man ja schliesslich fürchten :twisted:

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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von infinity » 7. Juli 2017, 23:00

Man wird belächelt, weil SciFi Fans komische Freaks sind die den ganzen Tag in Startrek-Wurstpellen rumlaufen und Captain Kirk für einen Halbgott halten.
Soviel mal zum Klischee.
Ich glaube in der Startrek "Frühzeit" zb galt das zumindest hier in Deutschland auch eher als Kinder/Jugendserie, oder?
Bei mir in der Familie war es glaube ich generell so, das zb meine Mutter nie verstanden hat warum man sich so nen Fantasiekram angucken kann. Sie fand das albern und lächerlich, okay wenn man sich diverse Pappmachee ALiens von früher so anschaut, vermutlich zu Recht.
Das galt aber nicht nur für SciFi sondern auch für Fantasy.

Von Leuten, die zwar selbst das Genre mögen aber nicht auf Cons gehen habe ich oft den Eindruck, dass sie sich unter Conventions vorstellen dass quasi jeder zwangsverkleidet da rumläuft und man standardmäßig ständig über die Prime Directive diskutieren muß oder so.
Die denken sie sind dort fehl am Platze wenn sie nicht jede Startrek-Folge auswendig können oder klingonisch sprechen.
Da helfen auch meine Berichte und Fotos nicht viel.
Die Hürde auf ne Con zu kommen ist scheinbar echt groß.
Plus natürlich das finanzielle.

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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von Lt.Brandt » 8. Juli 2017, 20:03

Ich habe schon als 6Jährige regelmäßig TOS geguckt und wurde dafür in der Schule später von meinen Freundinnen regelmäßig ausgelacht. Mir wurde deutlich gemacht, dass dämliche Soaps a la "Gute Zeiten Schlechte Zeiten" ja viel "reeler" wären und eher "Geschichten aus dem Leben" erzählen würden ( wenn mein Leben wie GZSZ laufen würde, würde ich mich erschießen ). Natürlich hatte ich damals nicht die Wortgewandtheit, meinen Freundinnen deutlich zu machen, wie lächerlich ihre Kommentare sind.
Aber auch heute merkt man diese Vorurteile noch deutlich. Angefangen beim ganz altmodischen "das ist nur was für Männer" ( really?!? ) bis hin zu "ach so, SO EINE bist du, du ziehst diese alberne Uniform an und tust so, als wärst du auf nem Raumschiff??? Jaja, sehr witzig, hihi. Ein bißchen blöd seid ihr alle oder?" . Deutlich negativer sind dann Kommentare wie "Ihr seid alles Deppen, die im realen Leben nix erreicht haben, den ganzen Tag nur auf der Couch rumhocken, noch nie Sex hatten und sowieso alle fett, häßlich und Brillenträger sind. Die üblichen Loser halt." Und ja, ich hab das alles persönlich von Leuten gehört, ist also kein Vorurteil über das Vorurteil.
Woher das kommt? Ich denke, das haben wir Low-IQ-TV wie RTL & Co. zu verdanken. Gezeigt werden Fans grundsätzlich nur aus einer Kategorie: schlecht sitzende Peinlichuniform in Karnevalsqualität, dümmliches Grinsen im Gesicht und nur Greeksprech auf der Platte. Gerne auch mit Stottern oder Herman-The-German-Denglisch absurd dumme Fragen an den Gaststar ins Mikro quasselnd. Oder auch daheim im alten Kinderzimmer. Das - wie sollte es auch anders sein - von oben bis unten zugestellt ist mit Plastikpüppchen, selbst gebauten Raumschiffchen und jeder Menge anderem Merchandising-Schund. Ja, diese Fans gibt es, gebt es zu, auf jeder FedCon macht mindestens einer von denen die Runde. Sei es Kek oder wer auch immer. Diese Type polarisiert. Also wird er von Schreiberlingen, die eh von nix Ahnung haben und nur wieder ne Story verbrechen wollen, die ins Schema des Arbeitgebers passt ( d.h. Quote durch Beleidigen und Demütigen von vermeindlich nicht "normalen" Mitmenschen ), als "der Fan" aufgeführt. Trek, Wars, HdR is grundsätzlich egal, weil "verrückt" sind "die Fans" eh alle. Welcher normale Mensch zieht sich schon so an? Oder welcher normale Mensch gibt Geld aus für Tassen mit Captain Kirk drauf oder "beliebigen Quatsch hier einfügen"?
Fußball-Fan sein ist gesellschaftlich akzeptiert. Wenn erwachsene Menschen sich da ihren absurd teuren Plastikschal aus Fernost umwickeln, mit Fähnchen in der Hand und unter absingen dämlicher Fansongs durch Straßen ziehen und möglichst noch von den genauso gewandeten Fans der "Gegner" ferngehalten werden, weil sie sich sonst ernsthaft auf offener Straße prügeln würden ( wegen 22 Typen und nem schwarz-weißen Ball, mind you ), ist das halt "normal". Das ist König Fußball, Nationalsport und überhaupt. Und "das verstehst du nicht!" ( in der Tat, das tue ich nicht ).
Hunderte, manchmal Tausende von Euros in handgemachte Kostüme stecken und ein Wochenende in fremde Welten eintauchen, is naja. Eher anormal. Das Geld hätte man schließlich auch sinnvoller verwenden können. Und ganz ehrlich, man ist ja schließlich schon erwachsen und Kostüme sind doch eher was für Kinder oder nicht?
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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von CastielWinchester » 10. Juli 2017, 23:24

Nicht unbedingt auf SciFi bezogen, aber ich habe auch schon mitgekriegt wie Leute belächelt bzw. ausgeschlossen wurden weil sie sich sehr für ein Fandom interessieren. Für die Leute die das in diesem Fall nicht verstanden haben und dumm fanden, waren halt Partys und "mit Freunden abhängen" das einzig Wahre. Dass man dabei nicht nur über Dates oder die letzte Party reden kann sondern auch über Filme war denen wohl nicht klar. (Altersgruppe 16-22, die die ein paar Jahre älter waren hatten mit Fandoms überhaupt keine Probleme bzw waren selber Fans).

Bei mir in der Familie ist das auch gar kein Thema, da meine Eltern selber auch sehr viele Filme und Serien gesehen haben. Inwiefern man sich danach damit befasst hängt immer vom Film und der Person ab, meine Mutter war aber auch schon auf Cons und kann mein Hobby sehr gut nachvollziehen :lol:
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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von Schattenfell » 14. Juli 2017, 15:48

Also ich würde es mal so formulieren, wie ich es selbst oft genug erlebt habe.
Die meisten Leute können die Begeisterung nicht nachvollziehen und halten einen deshalb einfach für komisch, speziell oder einfach verrückt. Und das einfach nur, weil man nicht der Norm bzw. der Masse entspricht. Aber das ist nicht nur im Bereich Sci-Fi so sondern auch in Sachen Fantasy oder teilweise vergessener Tratitionen.
Mich stört es mittlerweile nicht mehr was die Leute über mich denken oder ob sie den Kopf über mich schütteln, wenn ich in Nachtwachegewandung oder Kluft durch die Straßen laufe.
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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von Cmdr. Scully » 17. Juli 2017, 21:15

Ich habe noch nicht die Erfahrung gemacht, dass man mich als SciFi - Fan bzw. Star Trek - Fan belächelt hat.
Viel problematischer sehe ich das damit zusammenhängende Con-Geschäft. Als Con-Gänger ist man einer viel größeren Gefahr ausgesetzt, in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis auf Unverständnis oder Spott zu stoßen.
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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von Whitby Cat » 28. Januar 2018, 17:53

Ist halt schade, daß die Akzeptanz für Sci-Fi-Fans nicht die Gleiche ist
wie z. B. für Fußball-, Motorrad- oder Pferdefans. Besonders krass wird es
beim Thema: "Was kostet der Spaß denn so?"

Ein Reiter oder ein Biker gibt auch sehr viel Geld für sein Hobby aus.
Aber komischerweise werden nur die Preise für Con-Tickets, Autogramme,
Fotos und Kostüme als teuer empfunden. Eine Harley oder ein Gaul,
inklusive deren laufende Instandsetzung bzw. Pflege,
dürfen dagegen kosten was sie wollen.

So ist eben die subjektive Wahrnehmung der nicht an Sci-Fi Interessierten,
was soll man dagegen machen. :dontknow:
Be yourself; everyone else is already taken. (Oscar Wilde)

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Re: 7.Frage: Warum werden SciFi-Fans "belächelt"?

Beitrag von pinkpanther08 » 9. Mai 2018, 23:54

Warum man belächelt wird? Schwer zu sagen. Als ich 94 mit den Cons und ST-Uniformen angefangen habe, hatte ich schon das Gefühl, dass man außerhalb des Con Geländes seltsam angesehen wird. Auch Bekannte, Familie und Arbeitskollegen waren eher skeptisch. Fragt nicht was die sich gedacht haben, als ich angefangen habe als Borg rumzulaufen und mit Hilfe von Freunden einen Borg-Hive in meinem Schlafzimmer gebaut hatte. ;-)

Sich zu verkleiden war eher im Karneval "erlaubt", aber nicht außerhalb. Halloween gab's damals noch nicht in DE. Ich denke SciFi wurde und wird, von vielen als Kinderkram/Phantasie angesehen, und wer sich damit beschäftigt will nicht erwachsen werden (nicht meine Meinung, sondern die einiger Zeitgenossen). Wobei ich den Eindruck hatte, dass die Fans von Mittelaltermärkten nicht ganz so belächelt wurden/werden. Vermutlich weil es das Mittelalter ja tatsächlich gab, und das historische "nachspielen" eher akzeptiert werden kann.

Ich finde seit den Marvel-/DC-Filmen und den ComicCons wurde das Genre und Cosplay im allgemeinen etwas salonfähiger, und man wird nicht mehr ganz so schräg angesehen, wenn man sich für SciFi interessiert oder sogar kostümiert unterwegs ist. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. :-(
Ihr hättet mal die Blicke der Nachbarn sehen sollen, als ich im Battlestar Outfit zur Comic Con aufgebrochen bin. :-) Naja, inzwischen bin ich einem Alter, wo ich mich über diese "oh mein Gott"-Blicke amüsiere. Sollen sie doch denken, was sie wollen.

Ansonsten kann ich Whitby Cat nur zustimmen. Auch ich hatte schon die Diskussion dass ich doch so viel mehr "sinnvolleres" mit meinem Geld anstellen könnte, und weiß der Geier wohin in Urlaub fahren könnte, oder... oder..., statt 2-4 Tage nach Köln zu fliegen oder mir ein neues Kostümteil zu kaufen. Die einen verstehen es, die anderen nicht. So what? Jedem das Seine.

Auf der FedCon habe ich mal beim CheckIn hinter mir den Spruch gehört "endlich normale Menschen". War positiv bezogen auf die vielen Kostümierten, und ich habe das ebenso empfunden. Keine Rechtfertigungen wieso man SciFi mag oder gar kostümiert rumrennt. Leute die verstehen wieviel Aufwand in einem selbstgebauten/genähtem Kostüm stecken. Und die die Freude kennen, wenn es fertig ist. Und das Leid bis dahin. Latex in der ganzen Wohnung, zerstochene Finger, verklebte Haare..., Katzenpfotenabdrücke auf dem Boden, weil sie über das frisch lackierte Teil gelaufen sind.... :)

Lasst sie lächeln, lasst sie reden, lasst sie lästern... mir egal. :)
Sei du selbst, denn alle anderen gibt es schon!

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