Lost in Space

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Pickard
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Lost in Space

Beitrag von Pickard » 11. Dezember 2018, 09:03

Ganz grobe Übersicht:

Lost in Space handelt von einem Siedlerraumschiff, dass von der Erde startet um irgendwann in Apha Centauri anzukommen und dort einen Planeten zu besiedeln. Auf der Reise wird das Raumschiff von Robotern angegriffen. Einigen der Reisenden gelingt die Flucht von der Raumstation mit Rettungsfähren, die sich Jupiter nennen. Bei der Flucht stürzen die Rettungsfähren und das Siedlerschiff durch ein Wurmloch. Die Jupiterfähren retten sich auf der anderen Seite des Wurmloches auf einem unbekannten Planeten.

Im Zentrum der Handlung steht dabei eine Familie Robinson (welch ein tiefsinniger Name 😊), die mit der Jupiter 2 auf dem Planeten abstürzen. Es gesellen sich anfangs noch einer der Roboter hinzu und eine Frau, die sehr verschlagen und mit hoher krimineller Energie, ihr hinterhältiges Spiel treibt.

Im Laufe der Episoden werden immer wieder Rückblicke der handelnden Personen gezeigt, wobei natürlich die Familienmitglieder der Familie Robinson den größten Teil ausmachen.

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Re: Lost in Space

Beitrag von Pickard » 11. Dezember 2018, 09:55

Hier meine bescheidene Einschätzung der Serie nach ein paar Folgen.

Ich habe von der Serie (Staffel 1) nun schon einige Folgen gesehen. Bei welcher ich aktuell bin weiß ich grad nicht, weil bei Netflix die Folgen einfach immer weiterlaufen und ich nicht wirklich darauf achte welche Episode es nun ist.

Ich habe im Grunde auch mehrfach angefangen, weil die Serie eher ruhig daher kommt und einen nicht sofort fesselt. Es dauert auch sehr lange, bis man den Rahmen der Geschichte versteht, bzw. mental darin eintaucht. Es geht also nicht um kleine abgeschlossene Abenteuer (im Prinzip natürlich auch), sondern um das Schicksal, dass der Familie Robinson widerfährt. Die Situation entwickelt sich aber sehr langsam, manche könnten das auch als sehr zäh empfinden.

Die Charaktere sind am Anfang eigentlich einfach gestrickt. Die Beziehungskisten typisch und vorhersehbar, ebenso wie die Szenen und die mittelfristigen Abläufe innerhalb der Geschichte.

Dennoch finde ich die Serie unterhaltsam gemacht. Wenn man es etwas ruhiger mag und mal nicht von hektischen Schnitten und Actionszenen malträtiert werden will, ist die Serie genau richtig. Der Zuschauer hat immer genügend Zeit zum Durchatmen. Natürlich sind auch bei Lost in Space spannende Szenen, oder wie ganz am Anfang Actionkampfszenen, doch wird die Geschichte davon nicht beherrscht. Es gibt sogar versteckt etwas Humor. So sagt der jüngste Sproß der Familie Robinson einmal sinngemäß in einer Szene: „Hier gibt es Vegetation und Dinge, die das Fressen, dann gibt es bestimmt auch Dinge, die die Dinge fressen…“.

Ansonsten die bekannten Muster bei der Geschichte und den handelnden Wesen. Da gibt’s den Saulus der zum Paulus wird, das hinterhältige Luder, was sich überall einschleicht und keiner merkt was, die Pärchenbildung von zwei Leuten, die sich erst nicht mögen und plötzlich zarte Bande knüpfen, die etwas hohl wirkende Führungsperson, die Diskussionen, die sich aus der Gruppenbildung ergeben, die stereotypen Ängste usw. usw..

Was die rein optische Qualität angeht finde ich das Material sehr gelungen. Auch bei den Spezialeffekten muß sich das Material nicht verstecken. Die Umgebung wurde gut ausgewählt und durch die Szenerie, Licht und Farbe wird (mir zumindest) gut die Illusion eines fremden Planeten vermittelt.

Wer es etwas munterer mag, den wird die Serie eher langweilen. Obwohl ich mich nach einigen Episoden etwas in die Story eingefunden habe, fällt es auch mir gelegentlich schwer weiter folgen zu wollen.

Mein Fazit: Inhaltlich und optisch ok, aber kein Actionfeuerwerk. Erinnert ein bisschen so an alte Wildwestfilme, bei denen Siedler in ein neues Land zogen und dabei mit allerlei Unwegsamkeiten zu kämpfen haben.

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Re: Lost in Space

Beitrag von Pickard » 12. Dezember 2018, 09:39

Ein paar Folgen weiter hat sich die Story weiterentwickelt. Ich gehe jetzt nicht zu sehr ins Detail um nicht unnötig zu spoilern, falls jemand sich entschließt, die Serie auch gucken zu wollen.

Zwischenzeitlich haben sich weitere Siedler gefunden, die sich ebenfalls mit ihrer Jupiter auf dem Planeten retten konnten. Die versprengten Besatzungen finden sich allmählich an einem Ort zusammen. Viele der Jupiterfähren sind allerdings so stark beschädigt, dass sie in der Folge fluguntüchtig wurden, bzw. komplett verloren gingen. Selbst die flugtüchtigen Fähren können nicht mehr starten, weil nicht genügend Treibstoff vorhanden ist. Bei einigen Jupiters sind zudem übergroße aalartige Wesen in die Tanks eingedrungen, die den Treibstoff „auffressen“.

Es wird versucht mit dem Mutterschiff Kontakt aufzunehmen, welches sich im Orbit des Planeten befindet, um Hilfe herbeizuholen. Leider misslingt das, weil das Mutterschiff seine Parabolantenne verloren hat, die ebenfalls auf den Planeten gestürzt ist. Einziger Ausweg ist es, eine Jupiter startklar zu bekommen, um dem Mutterschiff die missliche Lage mitzuteilen und Hilfe zu holen.

Es wird versucht, aus den defekten Fähren, die noch verbliebenen Treibstoffreste zusammen zu tragen, was sich ebenfalls als ein schwieriges Unterfangen herausstellt. Am Ende reicht der eingesammelte Treibstoff noch nicht einmal dazu aus, mit einer der Jupiters zum Mutterschiff zu starten.

Parallel entwickeln sich soziale Gefüge und eine Art Kommandostruktur. Die Familie Robinson nimmt weiterhin eine zentrale Rolle ein. Aus Rückblicken erfährt man von Zerwürfnissen der Eheleute Robinson, die sich in Anbetracht der Lage allmählich wieder annähern.
Für Unruhe sorgt weiterhin ein Luder, welches sich schon widerrechtlich auf dem Siedlerschiff eingeschummelt hat und mit subtilen Methoden unerkannt für Zwietracht sorgt.

Eine weitere Rolle spielt einer der Roboter aus dem Angriff der ersten Folgen, der ebenfalls auf dem Planeten strandete und durch einen Defekt und der Hilfe des Kleinen Robinsonsohnes quasi der dunklen Seite der Macht entsagt hat. Der Roboter wird zu einer Art Beschützer des kleinen Jungen, erregt aber bei den übrigen Familienmitgliedern und den anderen Siedlern größte Zweifel und Ablehnung.

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Re: Lost in Space

Beitrag von Janey » 15. Dezember 2018, 18:24

Wo kann man die Serie derzeit schauen?
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Re: Lost in Space

Beitrag von Pickard » 15. Dezember 2018, 23:19

Ich habe die auf Netflix. Amazon Prime hat die nicht.

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Re: Lost in Space

Beitrag von Janey » 16. Dezember 2018, 11:05

Ah. Okay. Also hab ich im Free TV noch nichts verpasst. ;)
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Re: Lost in Space

Beitrag von Pickard » 16. Dezember 2018, 11:16

Meines Wissens nicht, ich bin mir nicht sicher, ob die Serie evtl eine Eigenproduktion von NF ist.

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Re: Lost in Space

Beitrag von Janey » 16. Dezember 2018, 11:37

Könnte sein. Yshira weiß vielleicht mehr. Schade, dass viele SciFi-Produktionen über YouTubePremium, Netflix und Co... laufen... :(
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Re: Lost in Space

Beitrag von connam » 22. Dezember 2018, 20:16

Ich versuche es nochmal mit der Serie, bin gerade bei Folge 5. Wie Pickard bereits schrieb, wird es mit Auftauchen neuer Siedler interessanter, aber ich finde, die Figuren bleiben flach und streckenweise auch sehr vorhersehbar. Aber es soll eben wohl auch "nur" Familienunterhaltung sein. Die Atmosphäre erinnert mich ein wenig an Earth 2 aus den 90ern. Allerdings soll es von Lost in Space eine 2. Staffel geben. Das hat Earth 2 damals nicht geschafft.
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Re: Lost in Space

Beitrag von connam » 22. Dezember 2018, 20:37

Lach, gerade gab es in der 5. Folge so etwas wie einen Jurassic Park-Moment.
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Re: Lost in Space

Beitrag von Pickard » 22. Dezember 2018, 22:30

Ich habe schon schlechtere Serien gesehen. Die Story an sich ist ganz ok, die technische Umsetzung passt auch, ist eben kein Block Buster. Der Cast beinhaltet auch keine Superstars, die machen ihre Sache aber solide und ordentlich.

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Re: Lost in Space

Beitrag von connam » 22. Dezember 2018, 22:51

Pickard hat geschrieben:
22. Dezember 2018, 22:30
Ich habe schon schlechtere Serien gesehen. Die Story an sich ist ganz ok, die technische Umsetzung passt auch, ist eben kein Block Buster. Der Cast beinhaltet auch keine Superstars, die machen ihre Sache aber solide und ordentlich.
Ja, das stimmt.
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Re: Lost in Space

Beitrag von infinity » 23. Dezember 2018, 12:21

Ich habe nach 2 oder 3 Folgen aufgegeben, ich fand die Charaktere verhalten sich einfach nicht nachvollziehbar. Optisch aber gut gemacht.

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Re: Lost in Space

Beitrag von connam » 24. Dezember 2018, 20:16

Ich hab' gerade die letzte Folge gesehen, und das Durchhalten hat sich gelohnt. Es wurde von Folge zu Folge besser. Bin auf die zweite Staffel gespannt.
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